Gemeinsam erziehen

Wir erziehen unsere Kinder gemeinschaftlich. Deshalb sprechen wir von solidarischer Erziehung, Umgebung und Lebensumstände sind ausschlaggebend für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit: Kinder lernen mit dem, was sie erleben.

Jedes Kind ist ein Geschenk für alle. Es wäre unmöglich, die Brüderlichkeit zu leben, wenn wir nicht alle, individuell und kollektiv die Verantwortung für jedes Kind wahrnähmen.

Die Familie behält ihre Individualität bei, und für die Kinder bleiben die Eltern die ersten Bezugspunkte. Gleichzeitig wissen Kinder, dass sie sich auf andere Erwachsene als affektive und pädagogische Figuren verlassen können.

Die familiäre Schule

Die Schule ist ein wichtiger Moment des Erziehungsprozesses, der über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Die familiäre Schule Nomadelfias will keine Nomadelfi züchten, sondern ausgeglichene, ehrliche und verantwortungsvolle Bürger heranwachsen lassen. Menschen, die sich in den sozialen Kontext eingliedern.

Unser pädagogisches Konzept ist die lebensnahe Schule und soll anstatt abgekoppeltes Wissen zu vermitteln, eine lebensvorbereitende Ausbildung sein.

Der Unterricht hat zum Ziel, solidarisches Zusammenarbeiten, Gerechtigkeit und Großzügigkeit der Kinder zu fördern. Die Entdeckung und Förderung der Talente soll zum Dienst an der Menschheit führen und nicht den sozialen Anstieg anstreben. Die Jugendlichen werden zu den Bereichen des familiären und sozialen Lebens, d.h. zur Verantwortlichkeit erzogen.

Die Schule lehrt, jeden Menschen zu achten.

Die schulische Erziehung versucht, das individuelle Lerntempo zu berücksichtigen. Sozialkompetenz und die Förderung des praktischen Sinns sind sehr wichtig. Die Kinder begegnen einander ohne Wettkampf, da wir keine Noten geben.

Die Schule nimmt vielmehr den Kontakt mit den Familien auf, damit sie über die Fortschritte des Kindes im Bilde sind.

Die Lehrer- Schülerbeziehung hat eine sehr familiäre Tönung. Nicht aufgesetzte Autorität, sondern das menschliche Vorbild zählt: man lernt von einem ebenbürtigen Mitmenschen mehr als von einem Vorgesetzten. Am Ende jedes Schulabschnitts treten die Schüler zum Staatsexamen an.

Das ganze Leben ist Schule

Nach Don Zeno ist das ganze Leben Schule. Kultur zu besitzen, heißt nicht nur, sie zu kennen, sondern vielmehr das Wissen in die Tat umzusetzen. Als Bürger, Katholiken und Nomadelfi müssen wir uns immer mehr unserer Berufung bewusst werden und über die Probleme der modernen Welt im Bilde sein.

Kultur

Während des Schuljahres trifft sich die gesamte Bevölkerung um 17.30 Uhr für einen Moment des Nachdenkens von ungefähr anderthalb Stunden. Im Allgemeinen hören und diskutieren wir eine Meditation von Don Zeno über die verschiedenen Aspekte des Gemeinschaftslebens, aber die angesprochenen Themen können je nach aktueller Situation und Bedürfnissen variieren.

Exerzitien und Einkehrtage

Jeder, der regelmäßig eine Berufung lebt, hat das Bedürfnis, anzuhalten und über sein Leben nachzudenken, um die Schwierigkeiten und Stärken zu erkennen. Zu diesem Zweck wird jedes Jahr ein Kurs mit spirituellen Übungen für alle durchgeführt, die in der Gemeinschaft leben.

Die Kinder absolvieren auch einen altersgerechten Kurs spiritueller Übungen, der auch viele Freizeitmomente umfasst. Formative Momente sind dann den Postulanten gewidmet, dh Menschen, die sich beworben haben, um in der Gemeinde zu leben, aber noch eine Probezeit durchführen.

Studienzentrum Nomadelfia

Jedes Jahr bietet das Studienzentrum in Rom die Möglichkeit, das Charisma und die Spiritualität Don Zenos zu vertiefen. Dies entspricht dem Wunsch Don Zenos, eine Universität zur Vertiefung Nomadelfias ins Leben zu rufen mit dem Ziel, Nomadelfia eine wissenschaftliche Basis zu geben und einen Dialog mit der zeitgenössischen Kultur herzustellen.