Solidarität in der Arbeit

Nomadelfia lebt die Arbeit als Akt der Liebe, gratis und uneigennützig, um zu zeigen, dass es möglich ist, das Leben auf die Unentgeltlichkeit zu gründen.

Deshalb arbeiten die Nomadelfi innerhalb der Gemeinschaft ohne Geld zu verdienen. In keiner Familie wird jemand fürs Kochen, für die Reparatur eines Lavabos oder die Pflege eines Kindes bezahlt, denn es handelt sich dabei um eine Geste der Zuwendung und Liebe und ist somit unbezahlbar.

Wir leben eine allumfassende Brüderlichkeit und heben Ungerechtigkeiten auf.

 

In Nomadelfia sind alle dazu bereit, jegliche Arbeit auszuführen. Jede Tätigkeit ist nützlich fürs Leben und hat ihre Würde.

Schwere oder eintönige Arbeiten werden im Turnus, gemeinsam oder mit der gesamten Gemeinschaft verrichtet, sogenannte Gemeinschaftsarbeiten. 

Mit der Wahl, nicht bezahlt zu werden, sind wir nicht grundsätzlich gegen das Geldsystem. Geld ist in der modernen Welt ein unverzichtbares Tauschmittel und dient auch uns in der Beziehung zur Außenwelt und dem Staat: wie alle italienischen Staatsbürger nehmen wir dessen Dienste in Anspruch und bezahlen Steuern.

Die Kooperative

Im ganzen Leben der Nomadelfi geht es darum, zu geben, für andere da zu sein, ohne dabei etwas zurück zu erwarten.

Das ganze Leben von Nomadelfia ist eingestellt auf Prinzip der Unentgeltlichkeitfür andere zu sein.

Deshalb kann Nomadelfia nicht wie ein herkömmliches Unternehmen geführt werden. Um die Arbeit innerhalb der Gemeinschaft zu ermöglichen, die auch vom Staat anerkannt wird, wurden die Kulturstiftung und die landwirtschaftliche Kooperative gegründet.

Erstere verwaltet das Archiv und die Veröffentlichungen.

Die landwirtschaftliche Kooperative kümmert sich um die Führung des landwirtschaftlichen Betriebs und den Verkauf der Produkte. Sie stellt die Arbeitskräfte vorübergehend an, die im Betrieb oder den damit verbundenen Unterhalts- und Reparaturarbeiten beschäftigt sind. Die Kooperative begleicht Versicherungskosten und Löhne der Angestellten. Jene haben Anrecht auf die gesetzlichen Privilegien des Landwirtschaftssektors.

Freiwilligenarbeit

Ein beträchtlicher Energieaufwand fließt in die Erziehung, in die eigene Schule, in die Pflege der älteren Leute oder pflegebedürftiger Gäste.

Zahlreiche Büros und Werkstätten arbeiten im Dienst des etwa 300 köpfigen Volkes.

Ein Kleider- und ein Schuhladen versorgen die Gemeinschaft. Die meisten Artikel sind Schenkungen aus zweiter Hand, weniges wird eingekauft. Die Werkstätten bauen oder renovieren Gebäude, reparieren Autos oder Haushaltsgeräte.

    Die Buchhaltung verwaltet Einkommen, Ausgaben und Steuern. Es gibt auch ein historisches Archiv, ein Fotoarchiv und ein Büro, das die gesetzlichen Angelegenheiten der aufgenommenen Minderjährigen regelt sowie ein Büro für den Gästebetrieb.

    Arbeit steht auch im Haushalt der 12 Familiengruppen, in der Pflegung der Grünflächen ect an. Ansonsten

    • werden Gäste das ganze Jahr hindurch aufgenommen und begleitet;
    • tragen wir die Botschaft Nomadelfias bei verschiedenen Gelegenheiten hinaus;
    • unterstützen wir auch Leute in vorübergehender oder bleibender Not.